Frisches Alsterwasser gefällig?

 

Nachdem in diesem Jahr leider fast alle Wettkämpfe ausfallen mussten, gab es am Ende einer hauptsächlich dem Training vorbehaltenen Saison doch nochmal die Möglichkeit, unserer dreiteiligen Sportart beim größten Triathlon der Welt in voller Schönheit zu frönen (laut Veranstalter „The World's Biggest Tri“). Auf gleichem Terrain wie die Profis konnten die „Jedermänner“ im Rahmen der World Triathlon Championship Series, WTCS am 18. bzw. 19. September an den Start gehen. Dies allerdings bei deutlich geringeren Teilnehmer- und Zuschauerzahlen als bei diesem Massenevent gewohnt.

Außer Arne, dem Schöpfer dieser Zeilen, sind noch zwei weitere Vereinsmitglieder gestartet: Auf der Olympischen Distanz waren am Sonntag Britta (Altersklassen-Platz 5!) und Thomas erfolgreich unter der 3-Stunden-Marke unterwegs. Ich habe mich am Samstag für dieses Jahr mit der kürzesten aller Distanzen, der Sprintdistanz, begnügt (und bin dabei auch unter 3-Stunden geblieben, trotz der in Hamburg immer ewig langen Wechselzone…).

Thomas hat kurz vor dem Rennstart noch die Nervenprobe bestanden, vor dem Einchecken der Rennmaschine in die Wechselzone noch schnell einen Platten beheben zu müssen – cool gemacht  würde ich sagen! Britta hingegen war der lieben Vereinskollegin Claudia vor dem Start dankbar für das formvollendete „Frisieren der Badekappenzone“ – auch in dieser Region möchte man sich ja keine Pannen erlauben...

Zum Rennverlauf: Anders als sonst gab es dieses Jahr keinen blockweisen Wasserstart in der Binnenalster mit je 150 Teilnehmenden gleichzeitig, sondern einen sogenannten rolling-start. Dabei durften, mussten und sollten alle 4 Sekunden 2 Teilnehmende über eine Rampe nebeneinander ins wirklich frische Alsterwasser hinein laufen und gleich losschwimmen, ein vorheriges Einschwimmen in der Alster war aus Gründen des Gesundheitsschutzes diesmal nicht mit im Angebot.

Ich persönlich habe die rollierende Start-Variante das erste Mal mitgemacht und fand es super! Selten bin ich so gut weg und durch gekommen. Zwar nicht ganz persönliche Bestzeit, aber so störungsfrei wie noch nie; sonst gibt es ja doch immer mal wieder Körperkontakt beim Wasserkampf.

Die nur leicht modifizierte, aus den Vorjahren bekannte Radstrecke war bis auf den kurzen Anstieg auf den „Hamburger Berg“ (called Reeperbahn) durchgehend flach und trocken, so dass ich mit einem relativ runden Tritt bei knapp 90 Pedalumdrehungen pro Minute durchkurbeln konnte.

Auf der topfebenen Laufstrecke entlang Binnen- und Außenalster habe ich dann einmal kurz im engen Tunnel unter der Lombardsbrücke den Boden geküsst, da ich im Halbdunkel eine unebene Steinplatte übersehen habe und dabei auf der „Gegenspur“ anderen Athleten entgegen gepurzelt bin. Nicht wirklich elegant, aber mit angestaubter Schulter doch schnell wieder auf den Füßen konnte ich dann kurze Zeit später glücklich und zufrieden die Ziellinie auf dem für Zuschauer gesperrten Rathausmarkt überqueren. Britta und Thomas waren bei ihrem Zieleinlauf nicht minder begeistert!

Als Zielverpflegung wurde zwar kein frisches Alsterwasser gereicht, sondern (nur) andere isotonische Getränke. Aber die Glücksgefühle über das lang vermisste Finishen eines Triathlons waren groß und der Dank den fleißigen Streckenhelfern gewiss, denen man sich nach unserem Helfereinsatz Ende August beim Hamburger Ironman noch stärker als sonst verbunden fühlte.

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