Saisonstart bei Sonne, Wind und Schnee

In Peters, und damit auch in meinem Trainingsplan stand ein Halbmarathon zur Standortbestimmung und somit gab ich dann, nach kurzem prostest, nach und meldete mich zum Halbmarathon in Kiel an. So früh im Jahr war bisher an solche Distanzen zwar bisher nie zu denken, aber irgendwann muss man ja damit anfangen. Nachdem ich im Januar, dank eines Infekts, zwei Wochen komplett aussetzen musste, wurde der Wettkampf dann aber doch eher als Trainingslauf verbucht.


Also ging es am Samstag früh bei Sonnenschein ab nach Kiel. Fröstelige -2 Grad und strammer Wind ließen uns nicht unbedingt auf Bestzeiten hoffen, aber die Stimmung war gut. Mein Plan die 21km in gemütlichen 2h über die Bühne zu bringen, stieß bei Peter jedoch nicht wirklich auf Zustimmung. Wir einigten uns aber darauf, dass ich zumindest die 2. Hälfte schneller laufen sollte als die erste. Am Start konnte man die ambitionierteren Läufer und Läuferinnen sehr leicht ausmachen. Die Herren in sehr kurzer Hose und die Damen in T-Shirts versprachen größeres zu wollen. Ganz in Uhl Manier platzierten wir uns natürlich in 1. Reihe neben den Damen und Herren mit gestörtem Kälteempfinden. Um 11:25 Uhr fiel der Startschuss und wir wurden auf unsere 2 Runden auf die 5km Wendekursstrecke geschickt. Am Wasser entlang war zunächst Gegenwind erwartet um dann mit Rückenwind wieder zurück zu kehren. Leider war dem nicht so. Der Wind drehte auf der Strecke, mir unerklärlich, durcheinander, sodass wir sowohl beim Hin- als auch beim Rückweg abwechselnd Gegen- und Rückenwind hatten. Schnell hatte ich eine Gruppe gefunden an die ich mich hängen und hinter der ich mich im Windschatten ziehen lassen konnte. Als ich nach ca. 3km das erste Mal auf meine Uhr schaute musste ich feststellen, dass wir, für mein 2h Ziel, viel zu schnell unterwegs waren. Da sich die 4:40min/km aber locker und gut anfühlten beschloss ich einfach mal dran zu bleiben. Nach 10 km wäre ich ja wieder im Zielbereich und könnte sowieso aufhören. Nach 5km kam dann die erste Versorgungsstation, die ich auch gleich nutze. Jedoch musste ich meine Gruppe erst mal ziehen lassen, da ich zum Trinken anhalten musste. Bevor wir aber wieder ins nächste Gegenwind-Stück gerieten hatte ich die Gruppe wieder eingeholt. Die Beine funktionierten weiterhin überraschend gut und es machte tatsächlich richtig spaß. Nach 10km und knapp 48min wurde mir klar, dass aufhören zwar keine Option war, die zweite Hälfte aber wohl doch nicht schneller werden würde. Die Beine wurden langsam schwerer und ich ach merklich langsamer. Ein halbes Gel später stieg die Motivation erneut mir eine adäquate Windschattengruppe zu suchen und somit verflogen dann auch die nächsten 4 km recht schnell. Ab km 18 waren die Schmerzen in den Füßen dann doch so groß, dass ich vom Vorfuß auf „Abrollen“ wechseln musste. Nach einer kurzen Einlaufphase lief ich dann auch wieder Rund. Ca. 2 km vor dem Zieleinlauf ging es am Zielbereich vorbei und ich musste feststellen, dass Peter dort schon auf mich wartete. Motiviert davon, dass es gleich vorbei ist, konnte ich zumindest die letzten beiden km noch einmal etwas das Tempo verschärfen und somit, wenn schon nicht die zweite Hälfte, zumindest die letzten beiden km in der schnellsten Pace zu Ende bringen.
Peter konnte mit seiner 1:28:17 den 2. Platz in seiner AK erzielen.
Bei mir reichte es mit 1:42:29 für den 3. Platz meiner AK.
Das Fazit: 1. Der Lauf in Kiel ist eine sehr gut organisierte und schöne Veranstaltung. 2. Mit Peter als Motivator schaffe ich sogar unvorbereitet eine halbwegs passable Zeit beim Halbmarathon.

 

Tags: Wettkampf Kiel Halbmarathon

Über 150 Jahre
BSV-Logo
Follow us
Bankverbindung

Buxtehuder SV
DE71 20750000 0050057504
BIC: NOLADE21HAM
Sparkasse Harburg-Buxtehude

Unterstütze das Team mit dem Amazon Partnerlink
Login