Fahrt zur Hölle !

Fahrt zur Hölle! Was im Alltag als Fluch zu verstehen ist, läutete am ersten September-Wochenende ein fulminantes Triathlon Festival ein. Vier Teams aus Buxtehude reisten nach der langen Wettkampfpause nach Berlin, Danzig, Tallin und Quedlinburg.

Quedlinburg ist der Austragungsort der Hölle von Q. Ein Mitteldistanz-Triathlon mit reichlich (1600) Höhenmetern.

Axel, Katrin, Olaf und ich fuhren also zur Hölle. Quedlinburg ist ein mittelalterliches Städtchen, in dem die Geschichte der Hexenglaubens überall ihre Spuren hinterlassen hat.

Einquartiert rund um den Marktplatz, an dem am Freitag bereits der Zielbogen aufgebaut war, bereiteten wir uns entspannt auf den Wettkampf vor. Ein erstes Einschwimmen im Ditfurter Baggersee sorgte für erste euphorische Momente. Klares Wasser, angenehme 19 Grad Wassertemperatur und lockere 700 m Schwimmen ohne Neo. Anschließend Besichtigung der Radstrecke per Auto und Inspektion der kritischen Punkte: Asphaltflickenteppich mit Schlaglöchern bei 10 bis 14 Prozent Gefälle, der Anstieg nach Friedrichsbrunn, der per Rad zweimal zu fahren ist, die Wechselzone in Thale.

Denn das Besondere dieses Wettkampfes ist die Streckenführung. Die Teilnehmer fahren und laufen keinen Rundkurs. Stattdessen verläuft die Radstrecke vom See in Ditfurt in einem Bogen zum Rand des Harzes, wo sich die Athleten an drei Steigungen verausgaben dürfen, um dann weiter nach Quedlinburg zu laufen. Die komplexe Logistik übernimmt vollständig das Veranstalterteam. Als Athlet muss man nur seine zwei Wechselzonenboxen mit Rad- und Laufutensilien füllen.

Nachdem wir also die Strecke in der Theorie verinnerlicht hatten, gab es am Samstag einen kleinen Praxischeck per Rad, kurzes Antesten der Steigungen und Schlaglöcher. Letzte Vorbereitungen für den Morgen - das Übliche: Verpflegung in Form von Gels und Wasser - und aufgrund des 10 Grad kalten Sonntagmorgens noch eine kurzfristige Entscheidung für eine Windjacke.

 

Der Sonntag begann um 5 Uhr, kurzes Frühstück und Abfahrt zum See. Einschwimmen war bis 6:20 Uhr erlaubt - wir verzichteten dankend. Zu kalt, um nass auf den Schwimmstart zu warten.

Aufgrund des strengen Hygienekonzepts haben sich die Veranstalter ein elegantes Startprozedere ausgedacht: Aufgeteilt in Gruppen nach Schwimmzeit versammelten wir uns auf festgelegten Spots am Seeufer. Zum Start wurden dann vier durch Gitter abgetrennte Reihen geöffnet durch die wir Richtung start gehen konnten. Alle 10 Sekunden erfolgte ein Start einer Viererreihe.

Es war der entspannteste Triathlonstart ever. Kein Gewühle. Kein Überschwimmen. Nur Genuss. Kurz vor Sonnenaufgang ins Wasser, nach etwa 10 Minuten Schwimmen begann die Sonne über dem Ufer zu glühen, das Wasser fing an zu dampfen - mitten im Dampf Triathleten, mit ihren rhythmischen Armbewegungen den Dampf zerteilend.

Auf halber Strecke querten zwei Schwäne ruhig den Schwimmkurs - offenbar ziemlich unbeeindruckt von den 250 Menschen im Wasser. Am Ende des Sees, der in einem einfachen Rechteckkurs durchschwommen wird, änderte sich das Bild. Die Sonne schien jetzt bei dem zweiten Atemzug direkt in die Augen, die Sicht zum Ziel wurde schwierig. Alles im Dunst verschwommen. Als Orientierungshilfe bot sich der Kirchturm von Ditfurt an - er liegt etwa über der anzuschwimmende Boje.

Der Rest ist Meditation. Lange Züge, gleiten, atmen. Ruhig bleiben und genießen. Selbst an den Bojen kein Gedränge. Nach 36 Minuten dann schon das Ende - raus aus dem Wasser und zum Rad. Ausnahmsweise ließ sich sogar der Neo problemlos von den Füßen streifen.

Die Radstrecke beginnt flach. Das Feld brettert mit meist 40 Sachen durch das Harzer Vorland, fährt die Nasse Kluft trocken. Die Sonne entwickelt langsam Kraft, was angesichts der immer noch nur 11 Grad auch dringend nötig ist.

Nach nur 15 Kilometern ist die flache Herrlichkeit vorbei - flache Hügel folgen, bis nach 25 Kilometern bereits der Anstieg zur Rosstrappe, einem Aussichtspunkt auf 428 m, beginnt. Die nächste halbe Stunde führt erst am Waldrand, dann im Wald vorbei immer höher. Die Gangreserve schmilzt von Kurve zu Kurve. Dann die erste Abfahrt. Ein echter Höllenritt. Gut das die Strecke für Verkehr gesperrt ist - denn es ist ein steter Wechsel aus Slalom zwischen Asphaltflicken, Schlaglöchern und Abbremsen, wenn es zu gefährlich wird. Ohne Bremsen fährt man schnell 50 und es rüttelt und schüttelt, dass man Angst ums Material bekommt. Allerdings dauert die Abfahrt nur wenige Minuten und kurz vor Thale, dem zentralen Ort des Radgeschehens, wird der Asphalt glatt und es geht mit vollem Schwung in das Dorf. Die Helfer leiten uns mit nicht enden wollender Ausdauer mit Applaus durch die Strecke zum nächsten Anstieg. Diesmal liegt der Gipfelpunkt Friedrichsbrunn auf 578m, mit Steigungen bis zu 14 Prozent. Also Ehrgeiz weggepackt und Kraft einteilen, damit es für den Lauf noch reicht.

Das Denken reicht immer nur bis zur nächsten Kurve. So geht es etwa vier Kilometer, dann auf Höhe einer Sommerrodelbahn wird es flacher und das große Blatt kommt wieder zu seinem Recht. Die letzten Kilometer bis zum Wendepunkt sind easy, dafür beginnt der Magen zu Knurren. Nur Gel als Verpflegung ist doch zu wenig. Am Wendepunkt, der wie ein Formel-Eins-Boxenstopp aufgebaut ist, gibt es Riegel und Getränke - und dann beginnt der Spaß: Sieben Kilometer feinste Abfahrt, tolle Kurven, Spitzengeschwindigkeit bis 70 Stundenkilometer und die Erkenntnis, dass Kleinmachen auf dem Rad die bessere Taktik ist, als Treten. Die Kleinsten sind die Schnellsten.

Der Temporausch ist so groß, dass die zweite Runde bergauf weniger nervig ist, als die erste, denn die Belohnung ist zum Greifen nah. Und wieder stürzen wir uns bergab nach Thale - und viel zu schnell ist der Radpart des Wettkampfs zu Ende.

In der Wechselzone die nächste Überraschung - das Rad muss nur irgendwo abgestellt werden, die Helfer drücken einem die Box mit den Laufsachen in die Hand und weiter gehts. Raus aus dem Ort und dann beginnt ein atemberaubende und anstrengende Berg- und Talstrecke rund um die Teufelsmauer. Eine wilde Steinklippe, die aussieht wie der Rückenkamm eines Drachen. Das ewige Auf und Ab zermürbt die Oberschenkel recht schnell, nach den ersten 8 Kilometern ist von der anfänglichen Laufgeschwindigkeit nicht mehr viel übrig. Das Feld ist weit auseinander gezogen - stellenweise ist man völlig allein in der Landschaft.

 

In einer großen, herzförmigen Runde umläuft man die Teufelsmauer bevor es wieder etwas zu trinken gibt. Nach der Hälfte der Strecke ändert sich das Profil und die Strecke führt am Fluss entlang völlig eben nach Quedlinburg. Die Türme der Stadt sind schon zehn Kilometer vorher zum Greifen nah. Ab dem Stadtrand raunen einem die Helfer zu: Nur noch zwei Kilometer, nur noch ein Kilometer. Die Wirklichkeit sieht allerdings anders aus. Denn es geht noch drei Kilometer durch Quedlinburg, scheinbar kreuz und quer, als wollten die Veranstalter einen durch ein Labyrinth führen und völlig verwirren. Dann heißt es: Ihr seid gleich da, nur noch zum Schloss.

Das „nur“ hat es aber in sich. Es ist die mit Abstand steilste Steigung der Laufstrecke: auf grobem Kopfstein rauf in den Burghof - und wieder zurück. Dann sieht man den Zielbogen - und wird doch nochmal in einer Kurve durch die Straßen geschickt, um dann von der anderen Seite zum Ziel zu laufen.

Ein emotionaler Moment - auf dem Marktplatz applaudieren die Zuschauer, jeder Läufer wird hier als Held gefeiert. Ein toller Wettkampf. Und auf jeden Fall eine Wiederholung wert.

Und am Nachmittag glüht die Whatsapp - Gruppe: Meldungen aus Danzig, Berlin, am Vortag schon aus Tallin. Peter Uhl 1. seiner Altersklasse bei der Mitteldistanz, Tanja Hahn, 2. in ihrer AK, Uta Zielke auf der Mitteldistanz in Berlin, 1. ihrer AK und 5. in der Gesamtwertung. Axel Pfeiffer, Wanja Moritz und Karsten Lücke vertraten das Triathlon Team Buxtehude beim Ironman in Tallin.

Starker Saisonstart beim VAF

Einen super Saisonstart hatten die 13 Schülerinnen und Schüler des Triathlon Teams Buxtehude in Bahrenfeld beim 13. VAF Swim and Run.
Marie Tibor, Konrad Lawaczeck, Niklas Brehmer, Klara Lawaczeck und Vincent Huppertz konnten ihre Altersklassen gewinnen, Lasse Klensang belegte den zweiten Platz in seiner Altersklasse. Emily Bröhan, Max Kunde, Liv Ziemann, Victoria Borowiec, Viktorija Balode und Greta Lewerenz erreichten weitere tolle Platzierungen mit neuen Bestzeiten.

Nach dem Schwimmen im gemütlichen Hallenbad mussten sich die Triathleten warm anziehen, denn der anschließende Lauf fand bei starkem Wind, Regen und niedrigen Temperaturen im benachbarten Volkspark statt. Der Lauf wurde als Jagdrennen ausgetragen: der beste Schwimmer startet zuerst und ihm folgen dann alle weiteren Athleten als Jäger.

Schlammbespritzt aber glücklich waren die Tri-Kids, als sie am Ende der Veranstaltung ihre verdienten Urkunden und Medaillen überreicht bekamen.

Indoor(Wo)man 2020

Bereits zum vierten Mal nahm das Regionalliga Damenteam am Indoorman Event in Rostock teil. Organisiert wird das Event von dem Rostocker Triathlonverein TriZack (www.trizack.de). Dieses Jahr bestand das Team aus Tanja, Uta und Andrea. Gemeinsam traten sie gegen Bundesligistinnen sowie Regionalligistinnen an. Nacheinander starteten die Damen und mussten neben dem 275 m Schwimmen, dem 5 km Ergometer und 1500 m Laufbahnlaufen ihre Teamkolleginnen anfeuern und - das Wichtigste - Luft zu wedeln. Denn in der Halle, in der geschwommen, geradelt und gelaufen wurde waren es gefühlt 35 Grad Celsius. Tanja konnte in ihrem Durchgang die schnellste Radzeit verbuchen mit - für Triathleten ungewöhnliche - 135 rpm(!). Auch wenn das Team nicht das Podium erreichte, war es doch ein Tag, der eins bestätigte: Der Teamgeist und der Ehrgeiz ist für die kommende Session geweckt!

Fang den Biber, Mann!

Der BIBERMANN ist kein „possierliches“ Tierchen à la Grzimek, sondern der Name des finalen Verbandsliga-Wettkampfes der Saison 2019 in Bleckede, das „malerisch“ im schönen Biosphärenreservat Elbtalaue liegt. Wie in der Verbandsliga üblich wird der Bibermann ausgetragen auf der Sprintdistanz, sowohl bei den Bibermännern als auch bei den Biberfrauen.

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Verbandliga startet in Braunschweig

Bei gutem Wettkampfwetter startete die Verbandliga wieder in Braunschweig. Die Herren dieses Mal in dünner Besetzung mit nur vier Startern, während die Damen mit einem großen Team kamen. Erwähnenswert auch, weil selten, wir hatten dieses Mal drei Fans an der Strecke! Danke an Familie Voss und Leonie für die Unterstützung!

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Letzter Sprint der Saison

Letzten Samstag, den 24. August 2019, fand der finale Wettkampf der Landesliga statt: Der Sprint-Triathlon in Helmstedt, der dieses Jahr zum ersten Mal Teil der Landesliga und nicht mehr der Verbandsliga war. Nach einer dreistündigen Autofahrt kamen wir in Helmstedt, in dem ca. 26.000 Menschen leben, an. Bei dem Elm-Lappwald-Triathlon, der in diesem Jahr zum 30. Mal ausgetragen wurde, teilten sich die Distanzen wie folgt auf:  Zuerst schwamm man 600 Meter im Freibad auf 50-Meter-Bahnen, wobei die Zeiten der Startwellen es ermöglichten, dass nur maximal sieben Athleten auf einer Bahn schwimmen konnten, sodass es auf den Bahnen nicht zu voll wurde. Eine weitere Besonderheit war, dass es trotz der sonnigen 30 Grad die Möglichkeit gab, im Freibad mit Neoprenanzug zu schwimmen.   Hiernach folgten 21 Kilometer auf dem Rad, wobei sich die eher hügelige Landschaft auch auf dem Rad bemerkbar machte, da es auf den zwei Runden, die zu fahren sind, zu Streckensegmenten kam, die sich für uns Flachländer als ungewohnt steil herausstellten. Jedoch geht es nach einem Anstieg natürlich auch wieder runter, sodass die ungewohnte Radstrecke schon Spaß gemacht hat. Etwas schade war, dass die Radstrecke nicht voll gesperrt ist und es vorkommen kann, dass man mal so wie ich, einen Trecker überholen muss. Daher ist hier Vorsicht geboten.   Nun ging es an die fünf Kilometer, die in einem schattigen Wald gelaufen wurden. Auch hier stellte sich die hügelige Landschaft als Herausforderung dar, da die Laufstrecke mehrere Steigungen zu bieten hatte. Diese zogen sich zum Teil so in die Länge, dass ich das Gefühl hatte, ich würde nicht fünf sondern zehn Kilometer laufen. Zudem ist es ratsam, insbesondere, wenn es bergab geht, aufzupassen, wo man hintritt.   Das Team der Herren belegte den 20. von 24 Plätzen, sodass zumindest der Klassenerhalt gewährleistet war. Die Damen belegten den 10. von 11 Plätzen.   Alles in allem war der Wettkampf gut organisiert und hat viel Spaß gemacht. Ein toller Abschluss der Saison!

Die durch die Hölle "gehen"

Ich möchte Euch hier von einer ganz besonderen Veranstaltung berichten, die für den Einen oder Anderen im nächsten Jahr interessant sein dürfte.
 
Die Hölle von Q (Quedlinburg)
 
Wir, Meike und Babs als Staffel sowie Olaf und Axel als Einzelstarter mit Support von Christian, waren letztes Wochenende im Harz, um diese besondere Mitteldistanz zu bestreiten. Bei der geht es darum, 2 km zu schwimmen, rund 34 km in Richtung Harz zu fahren um dann auf weiteren 50km drei Berge zu erklimmen (fahren) und dann schließlich 21km zurück nach Quedlinburg zu laufen.
Ein höllisches Vergnügen.
 

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Neues Format in Wilhelmshaven

Am Sonntag fand der Sprint-Triathlon in Wilhelmshaven im neuen Format statt. Nach einer ‘Swim & Run’ Staffel aus drei Starterinnen bei den Frauen und fünf Startern bei den Männern, erfolgte ca. zwei Stunden später der Start zur Sprintdistanz als Verfolgungsrennen. Bei durchwachsenem Wetter ging die Staffel der Männer angeführt von Paul ins (Vor-)Rennen und konnte lange Zeit den dritten Platz behaupten. Am Ende des Swim&Run ergab sich für das Team der siebte Startplatz zum Sprint-Triathlon. Etwa zwei Stunden später wurden die Teams in der Swim&Run Ergebnisreihenfolge aufgestellt und es ging noch einmal ins Rennen. Auf der Radstrecke hatten die Athleten mit starkem Wind zu kämpfen. Beim Einlauf in die Wechselzone kam es für Paul leider zu einem Fast-Zusammenstoß, bei dem leider sein Zeh Bekanntschaft mit den Speichen seines Vorderrads machte. Trotz Blessur absolvierte Paul noch die fünf Kilometer Laufstrecke und kam als erster des Teams ins Ziel. Auch den anderen Teilnehmern verlangte die Laufstrecke noch mal einiges ab, da die Strecke am Meer vollen Gegenwind bot. Am Ende kam das Landesliga-Team von Buxtehude mit einem guten 9. Platz ins Ziel.

Rimos Ünal gewinnt in WHV

Unser jüngstes Mitglied, Rimos Ünal - Jahrgang 2013, gewinnt den Nordseeman Duathlon in seiner Altersklasse. In 5:15 Minuten kam er nach 200m Laufen, 1km Radfahren und 200m Laufen zeitgleich mit dem 2.platzierten ins Ziel. Nachdem Rimos sich in Varel und Schwarme noch mit dem 2.Platz zufrieden geben musste, erkämpfte er sich erstmalig die höchste Stufe auf dem Treppchen.

Rimos hat dieses Jahr mit dem Triathlon Sport begonnen und neben seinen Erfolgen auch sichtlich viel Spaß dabei.

Ausserdem waren in Wilhelmshaven bei den Schülerwettkämpfen erfolgreich: Lasse Klensang Platz 3, Greta Lewerenz auf dem 7. Platz und Jette Schwarze Platz 8.

Bei der Jugend B siegte Sam Strohmeyer.

Meet & Great Buxtehuder Triathleten in Munster

Meet & Great Buxtehuder Triathleten in Munster

Am Samstag, den 20.07.2019 stand der 17. Munsteraner AGM-Triathlon auf meinem Wettkampf-Terminplan. Ich hatte mich bereits im Januar angemeldet, da ich dort gern einmal starten wollte, und dieser Veranstalter zudem das erste Mal den Zuschlag für die Ausrichtung der Landesmeisterschaft im Sprint vom TVN erhalten hatte. Ina und Claudia Vowe entschlossen sich dann auch noch kurzfristig zur Teilnahme.

Zwei Besonderheiten hat diese kleine, feine Veranstaltung: zwei Wechselzonen und nur einen einzigen Start, d.h. 200 Einzelstarter + max. 20 Staffeln rennen gleichzeitig nach dem Startsignal in's Wasser. Die Vorbereitung vor dem Start wird also etwas aufwendiger als üblich. Iin diesem Jahr war diese Veranstaltung durch die LM dann auch tatsächlich ausgebucht. Einige Triathleten hatten Glück, von der Warteliste noch kurzfristig nachrücken zu können. Da auch zwei Buxtehuder Athletinnen dazu gehörten, war unser Team letztendlich mit sieben weiblichen und zwei männlichen Teilnehmern (+ 1 TN bei den Jedermännern) am Start. Und es gab ein großes Hallo mit Karsten Lücke und Udo Zielke am Eingang der Wechselzone. Die beiden waren ebenfalls vor Ort als Wettkampfrichter im Einsatz. Vielen Dank dafür im Namen des Triathlon Teams!  

Die starke Beteiligung der Buxtehuder AthletInnen blieb dann auch nicht ohne Folgen, denn es konnten diverse Podest-Platzierungen in der LM-Wertung errungen werden (4 x AK-Platz 1, 3 x AK-Platz 2!):

17. Munsteraner Triathlon - Landesmeisterschaft Sprint (0,5/21/5 km)   20.07.2019

Pl. AK LM  AK      Pl. LM Name                               Verein     Zeit           Pl.ges.

1.               W20     1.         Tabea Fricke                    Hann. 96  01:05:20    1.

...

1.                W35    6.          Aenne Frederike Heins   BSV         01:11:44   7.

1.                W30    8.          Martine Moritz                 BSV        01:11:57   10.

1.                W45    14.        Maja Wenzlawe               BSV        01:19:51   21.

2.                W60    17.        Ingrid Plöger                   BSV        01:23:10   29.

4.                W55     18.       Ina Oltmanns                    BSV        01:25:55    33.

4.                W50     19.       Claudia Vowe                    BSV        01:28:50    36.

1.                W65    20.        Christa Sienknecht          BSV       01:32:47  43.

                             ...21                                                                                    ...56

Pl. AK LM  AK      Pl. LM  Name                                Verein     Zeit          Pl.ges.

1.               M35     1.          Sven Kiene                        Hann.       00:56:42   1.

...

2.                M35    3.           Wanja Moritz                   BSV        01:01:18  3.

2.                M60    18          Erhard Oltmanns             BSV       01:09:38  28.

                              ...38                                                                                  ...117

Details: https://www.trialogevent.de/

Bericht TVN: https://www.triathlon-niedersachsen.de/de/liga/landesmeisterschaft/item/gelungene-premiere-lm-sprint-in-munster.html

Übrigens: der älteste Teilnehmer der Landesmeisterschaft war Günter Witte von den 1. TCO Die Bären aus OL (Jahrgang 1934, d.h. MK85)!!!

Und die Landesmeisterschaft im Sprint für das Jahr 2020 wurde bereits bei der Siegerehrung durch den Verantwortlichen des TVN (Wolfgang Mangelsen) wiederum an Munster vergeben. Das spricht für die sehr gute Organisation und Abwicklung durch den Veranstalter.

Meine erste Teilnahme bei einer Deutschen Meisterschaft

 

Hallo, mein Name ist Sam und ich bin 13 Jahre alt. Den ein oder anderen von Euch bin ich durch meine Locken bekannt. Ich würde ja gerne sagen, durch meinen Laufstil bekannt, aber das würde zu sehr nach Angeben aussehen.

Ich mache jetzt seit 3 Jahren Triathlon im Triathlon Team Buxtehude. Das erste Jahr neben meinem damaligen Hauptsport -Kartfahren- nur etwas geschnuppert und dann zwei Jahre in der sogn. Schülerserie ganz ambitioniert. Wenn ich was mache, dann ganz und mit Leidenschaft. Das gilt übrigens nicht für die Schule!

Ich muss aber zugeben, dass ich hin und wieder von einer Profi Karriere im Triathlon träume und das eine Teilnahme bei Olympia oder auf Hawaii in meinen Gedanken sehr oft auftaucht. Aber das dauert sicherlich noch ein paar Jahre und ganz viel Trainingseinheiten.

Aber die Weichen sind gestellt und auf den Weg dahin steht die Deutsche Meisterschaft in diversen Kategorien. Für mich im ersten Jahr als Jugend B-Triathlet.

Nachdem ich im letzten Jahr in der Schülerserie Erster geworden bin, habe ich mich über den Winter um einen Platz im Kader des Niedersächsischen Triathlon Verband bemüht, und den ganzen Winter an jedem Samstag am Sportleistungszentrum in Hannover trainiert. Ganz gereicht hat es nicht, aber in den Perspektiv-Kader habe ich es geschafft, und durfte im April mit dem Kader ins Trainingslager nach Mallorca und vor drei Wochen nach Bispingen.

Trainiert ohne Ende und Wechsel geübt bis zum Erbrechen sollte jetzt alles bei der Deutschen Meisterschafft in Grimma eingesetzt werden. Teilnehmen und heil ins Ziel kommen war die Vorgabe von Trainer und Team-Kollegen, auch wenn in meinen Gedanken eine gute Platzierung hin und wieder vorkam.

Fast wäre meine Teilnahme aber in buchstäblich letzter Minute geplatzt. Kurz vor der Abfahrt nach Grimma am Donnerstag gab es richtig Ärger, weil ich mal wieder mein Zimmer nicht aufgeräumt habe. Da ist die Hutschnur geplatzt oder das Fass übergelaufen und lautstark wurde mir mitgeteilt, dass ich die Fahrt und Teilnahme knicken kann. Warum müssen Eltern eigentlich immer im genau falschen Moment so einen Ärger machen? Als sich die Wogen etwas geglättet hatten, wurde die Absage der Fahrt in eine allerletzte Warnung geändert. Warum denn nicht gleich so? Wenn ich jetzt mental aus der Spur bin und am Sonntag beim Wettkampf ab-loose, weiß ich ja, wer daran schuld ist.

Das Theater meiner Eltern hat etwas Verzögerung gebracht und wir sind am Donnerstag um 23:00Uhr in Grimma angekommen. Ich habe es auf den Stau geschoben und wollte den Kollegen nicht erklären, dass ich fast gar nicht gekommen wäre.

Am Freitag stand dann die Streckenbesichtigung mit dem Team und Trainer auf dem Programm und die Parade der Bundesländer. Und bei mir stand auf dem Programm, die Aufregung in den Griff zu kriegen. Die ganzen blöden Sprüche von wegen dabei sein und Hauptsache durchkommen helfen echt gar nicht. Wie soll ich jemals beim Bundestrainer überzeugen, wenn ich vorher bei Wettkämpfen nur durchkomme. Mein Leben und meine Karriere stehen auf dem Spiel und ihr faselt alle nur was von Erfahrung sammeln und dabei sein ist alles. Echt blöd und gar nicht hilfreich.

In der Nacht zum Samstag habe ich dann auch fast gar nicht geschlafen. Nicht nur die Aufregung, sondern auch die Hitze haben dazu beigetragen. Da der Wettkampf aber erst am Nachmittag war, konnte ich nach dem Frühstück noch versuchen, etwas zu chillen. Ich glaube dazu sagt man „die Ruhe vor dem Sturm“. Hat ganz gut funktioniert und als es dann losging vom Hotel zum Wettkampf, war ich auch etwas ruhiger.

Strahlende Sonne und 35°C für meine erste Teilnahme bei einer Deutschen Meisterschaft. So ungefähr muss sich Kona anfühlen. Da waren sie wieder die Gedanken und der selbst gemachte Druck.

Gestartet wurde die DM mit der weibl. Jugend B und ich hatte noch etwas Zeit. Von dem Wettkampf der Mädels habe ich überhaupt gar nichts mitbekommen. Bike einchecken und die Wechselzone vom Rad zum Laufen aufbauen, mussten erledigt werden. Aufwärmen und kurzes Einschwimmen im Fluss waren auch sehr hilfreich zur Ablenkung.

Und dann standen wir mit fast 80 Athleten vor dem Schwimmstart und haben gefühlt eine Stunde gewartet. Mein Vater meint es waren nur wenige Minuten, aber der meinte ja auch, dass mein Zimmer nicht aufgeräumt sei.

Los geht’s! Rein ins Wasser und an die Startlinie schwimmen. So weit wie möglich links soll die Strömung des Flusses am geringsten sein hat Udo - mein Trainer- gesagt. Wahrscheinlich nicht nur mir, sondern den anderen 80 hat er das auch verraten. Ganz links war es an der Startlinie schon sehr voll und ich habe mich etwas weiter rechts eingeordnet. Lange Zeit zum Überlegen hatte ich auch nicht, da ertönte schon das Startsignal.

Die Deutsche Meisterschaft in der Jugend B hat für mich alles andere als wie erwartet angefangen. Für einen Moment wusste ich nicht wie mir geschieht und wo oben und unten ist. Wie in einer Waschmaschine wurde ich im Feld der 80 Schwimmer umhergeschleudert. Überall nur Arme und Beine und das Wasser wie im Sturm vor Helgoland. Warum hat mir keiner gesagt, dass es nicht wie in der Schülerserie ruhig und gesittet vor sich geht. Jetzt verstand ich auch, was dieses dämliche nur durchkommen bedeutet.

Als ich gerade dachte, dass es etwas ruhiger wird, weil sich das Feld etwas auseinanderzog, habe ich einen heftigen Tritt oder Ellenbogen in die Seite bekommen. Mir blieb die Luft weg, und ich musste zunächst ein paar Brustzüge machen, bevor ich wieder atmen konnte. Der Schmerz blieb aber, und ich wurde mal eben fast bis zum Ende des Feldes durchgereicht.

Was soll’s? Meine Strategie sah eh vor, dass ich auf dem Rad mindestens eine Gruppe nach vorne fahre und dann in meiner Lieblingsdisziplin Laufen noch etwas rauslaufe.

Um das Glück beim Schwimmen noch zu vervollständigen, habe ich mich nochmal kurz in der Wechselzone verlaufen. Das sieht aber auch alles gleich aus, wenn man die Schwimmbrille abnimmt. Auf dem Rad hat es dann aber ganz gut funktioniert. Ich konnte mich gut nach vorne arbeiten. Ich spürte die Gier, die Gier nach Tempo in mir. OK, zugegeben, dass stammt von meinem Vater. Der ist Top Gun Fan. Ich habe keine Ahnung, was oder wer Top Gun oder Tom Cruise ist. Hört sich aber gut an.

Da dachte ich auf dem Rad „OK jetzt läuft es und ich rolle das Feld von hinten auf“. Rein in die Wechselzone und in die Laufschuhe. Der Wechsel lief wirklich super, und ich war in null Komma nichts auf der Laufstrecke. Leider hielt dieser Eindruck und Freude an der Lieblingsdisziplin nicht lange. Einmal rechts in die nächste Gasse habe ich dann einen Kerl mit einem Hammer getroffen. Die Schmerzen vom Tritt im Wasser waren plötzlich wieder da. Nur noch heftiger. Ich habe kaum noch Luft bekommen und meine Beine fühlten sich wie Betonklötze an und es fühlte sich an, als wenn ich Papas Van abschleppe.

Durch die vielen Teamkollegen, Trainer und Eltern an der Strecke habe ich durchgehalten. Überall stand irgendjemand der gebrüllt hat „los Sam“ oder „hol sie Dir“. Bei dem Gebrüll und Anfeuern habe ich fast die Schmerzen vergessen. Auf keinen Fall kam es mir in den Sinn, einfach stehenzubleiben und aufzuhören. An dieser Stelle vielen Dank an alle an der Strecke, die mich angefeuert haben.

Am Ende hat es noch zu einen 49. Platz gereicht. Definitiv nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Aber eben jede Menge von den Erfahrungen, die ich sammeln sollte. Ein paar weniger Erfahrungen und ein paar Plätze weiter vorne wären schon besser gewesen. Aber was soll's. Jetzt kann ich wenigstens mitreden, was es heißt an einer Deutschen Meisterschaft teilgenommen zu haben.

Den Rest des Tages habe ich meine Team-Kollegen angefeuert. Bei den meisten lief es sehr gut und deutlich besser als bei mir. Hat sich zumindest mein Anfeuern gelohnt.

Irgendwann später am Abend und bei der Pasta Party mit dem Team gab es dann für mich den Höhepunkt und maximalen Erfolg des gesamten Wochenendes. Anscheinend war es doch ernst gemeint vom Trainer-Team, dass Durch-, und Ankommen schon ein Erfolg ist. Andre und Udo waren von den Leistungen des gesamten Teams begeistert und wir vier Perspektivathleten haben die Beförderung in den Kader des Triathlon Verbandes Niedersachsen erhalten.

Eigentlich möchte ich gerne schreiben „Champagner, darauf müssen wir anstoßen“. Aber ich bin ja erst 13.

Liebe Grüße

Sam

Triathlon der VL am Kilimandscharo

Am 29.06.2019 fuhren die Damen und Herren unserer Verbandsligamannschaften zum 18. Stadtsparkassen Triathlon nach Bokeloh. Für die VL war es der erste Start an diesem Standort (Tausch mit der Landesliga, die dafür in 2019 in Helmstedt antritt). Abfahrt war bereits frühzeitig um 7:00 Uhr, jedoch die Sorge vor Staus auf der A7 erfüllte sich diesmal nicht. Vor Ort blieb somit reichlich Zeit zur Inaugenscheinnahme der Wechselzone mit den Zu- und Abgängen für die einzelnen Disziplinen.

Wo liegt Bokeloh? Nach den selbstbewussten Worten des Ausrichters am Kilimandscharo. Ein etwas vager Vergleich für die benachbarten Kaliberge, aber das Ende 2018 stillgelegte Bergwerk sorgt weiterhin mit 27°C Wassertemperatur für Wellnessfeeling, was dann einige von uns auch etwas länger genossen. Die Bahnen-Belegungen waren mit bis zu acht Schwimmern okay (Absprache der Startreihenfolge vor dem Start macht Sinn!). Einige Wettkämpfer anderer Vereine hatten sich jedoch etwas überschätzt, so dass einzelne von uns plötzlich von Brustschwimmern aufgehalten wurden. Die Frauen und Männer unserer Teams legten die 700m Schwimmen in Zeiten von 12:49 bis 17:58 Minuten zurück.

Die Zweiteilung der Wechselzone in Radstellplatz mit Helm plus Radschuhen einerseits und Laufschuhen plus Sonstiges andererseits sorgte für reibungslose Wechsel und dank des neofreien Schwimmens kam jeder schnell aufs Rad.

Die Radstrecke in Form eines Lassos stellte, obwohl nur 21,2 km lang, mit drei kurzen aber knackigen Anstiegen gewisse Anforderungen an die Krafteinteilung. Anschließend galt die Aufmerksamkeit auf den Abfahrten den angekündigten Straßenschäden. Eine Sprühdose mit Signalfarbe hätte sich hier gelohnt. Die Strecke absolvierten aber alle unfallfrei mit Zeiten von 37:58 bis 50:34 Minuten.

Noch einmal durch die Wechselzone und schnell auf die Laufstrecke. Doch ganz so schnell ging es nicht. Zu Beginn der letzten Einheit (Verlassen des Freibadgeländes) waren zunächst 34 Treppenstufen zu überwinden. Hier zahlte sich das fleißige Skipping-Training von Andreas aus. Spätestens auf der schattenfreien Laufstrecke kam bei der Hitze an diesem Wettkampftag jeder ins Schwitzen. Doch mit den kräftigen Anfeuerungen der TeamkollegInnen und der Wasserversorgung war auch diese Herausforderung zu schaffen. Auf der etwas monotonen Strecke - viermal rechteckig um ein Kornfeld - bestand die Challenge im Übrigen darin, Schwenkgeschwindigkeit und -radius eines Rasensprinklers am Streckenrand mit dem eigenen Lauftempo so zu koordinieren, sodass man etwas von dem kühlenden Nass erhaschen konnte (was den meisten allerdings nicht gelungen ist ☹).

Nach 23:01 bis 33:35 Minuten für die 5,4 km Laufstrecke und 1:15:54 bis 1:39:10 für den gesamten Wettkampf erreichten alle Teammitglieder die Ziellinie. Die beste Tageszeit von uns und in seiner Altersklasse erreichte Erhard mit 1:15:54 (nach der Mitteldistanz in Uelzen eine Woche zuvor). Eine tolle Leistung!

In den Mannschaftswertungen erreichten die Damen Platz 11 von 12, die Herren Platz 18 von 28. Über die ersten zwei Wettkampftage errechnet sich für die Damen Platz 11/12 und für die Herren 13/28. Gemessen am Vorjahresendergebnis liegen die Herren damit gut im Rennen, was aber auch Ansporn für die kommenden Wettkämpfe sein dürfte. Bei den Damen gilt es sicher, die Position in der laufenden Saison noch zu verbessern.

Ergebnisse im Detail: https://portal.run-timing.de/349/results

Axel F.

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