Fang den Biber, Mann!

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Der BIBERMANN ist kein „possierliches“ Tierchen à la Grzimek, sondern der Name des finalen Verbandsliga-Wettkampfes der Saison 2019 in Bleckede, das „malerisch“ im schönen Biosphärenreservat Elbtalaue liegt. Wie in der Verbandsliga üblich wird der Bibermann ausgetragen auf der Sprintdistanz, sowohl bei den Bibermännern als auch bei den Biberfrauen.

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Letzter Sprint der Saison

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Letzten Samstag, den 24. August 2019, fand der finale Wettkampf der Landesliga statt: Der Sprint-Triathlon in Helmstedt, der dieses Jahr zum ersten Mal Teil der Landesliga und nicht mehr der Verbandsliga war. Nach einer dreistündigen Autofahrt kamen wir in Helmstedt, in dem ca. 26.000 Menschen leben, an. Bei dem Elm-Lappwald-Triathlon, der in diesem Jahr zum 30. Mal ausgetragen wurde, teilten sich die Distanzen wie folgt auf:  Zuerst schwamm man 600 Meter im Freibad auf 50-Meter-Bahnen, wobei die Zeiten der Startwellen es ermöglichten, dass nur maximal sieben Athleten auf einer Bahn schwimmen konnten, sodass es auf den Bahnen nicht zu voll wurde. Eine weitere Besonderheit war, dass es trotz der sonnigen 30 Grad die Möglichkeit gab, im Freibad mit Neoprenanzug zu schwimmen.   Hiernach folgten 21 Kilometer auf dem Rad, wobei sich die eher hügelige Landschaft auch auf dem Rad bemerkbar machte, da es auf den zwei Runden, die zu fahren sind, zu Streckensegmenten kam, die sich für uns Flachländer als ungewohnt steil herausstellten. Jedoch geht es nach einem Anstieg natürlich auch wieder runter, sodass die ungewohnte Radstrecke schon Spaß gemacht hat. Etwas schade war, dass die Radstrecke nicht voll gesperrt ist und es vorkommen kann, dass man mal so wie ich, einen Trecker überholen muss. Daher ist hier Vorsicht geboten.   Nun ging es an die fünf Kilometer, die in einem schattigen Wald gelaufen wurden. Auch hier stellte sich die hügelige Landschaft als Herausforderung dar, da die Laufstrecke mehrere Steigungen zu bieten hatte. Diese zogen sich zum Teil so in die Länge, dass ich das Gefühl hatte, ich würde nicht fünf sondern zehn Kilometer laufen. Zudem ist es ratsam, insbesondere, wenn es bergab geht, aufzupassen, wo man hintritt.   Das Team der Herren belegte den 20. von 24 Plätzen, sodass zumindest der Klassenerhalt gewährleistet war. Die Damen belegten den 10. von 11 Plätzen.   Alles in allem war der Wettkampf gut organisiert und hat viel Spaß gemacht. Ein toller Abschluss der Saison!

Neues Format in Wilhelmshaven

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Am Sonntag fand der Sprint-Triathlon in Wilhelmshaven im neuen Format statt. Nach einer ‘Swim & Run’ Staffel aus drei Starterinnen bei den Frauen und fünf Startern bei den Männern, erfolgte ca. zwei Stunden später der Start zur Sprintdistanz als Verfolgungsrennen. Bei durchwachsenem Wetter ging die Staffel der Männer angeführt von Paul ins (Vor-)Rennen und konnte lange Zeit den dritten Platz behaupten. Am Ende des Swim&Run ergab sich für das Team der siebte Startplatz zum Sprint-Triathlon. Etwa zwei Stunden später wurden die Teams in der Swim&Run Ergebnisreihenfolge aufgestellt und es ging noch einmal ins Rennen. Auf der Radstrecke hatten die Athleten mit starkem Wind zu kämpfen. Beim Einlauf in die Wechselzone kam es für Paul leider zu einem Fast-Zusammenstoß, bei dem leider sein Zeh Bekanntschaft mit den Speichen seines Vorderrads machte. Trotz Blessur absolvierte Paul noch die fünf Kilometer Laufstrecke und kam als erster des Teams ins Ziel. Auch den anderen Teilnehmern verlangte die Laufstrecke noch mal einiges ab, da die Strecke am Meer vollen Gegenwind bot. Am Ende kam das Landesliga-Team von Buxtehude mit einem guten 9. Platz ins Ziel.

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Meet & Great Buxtehuder Triathleten in Munster

Am Samstag, den 20.07.2019 stand der 17. Munsteraner AGM-Triathlon auf meinem Wettkampf-Terminplan. Ich hatte mich bereits im Januar angemeldet, da ich dort gern einmal starten wollte, und dieser Veranstalter zudem das erste Mal den Zuschlag für die Ausrichtung der Landesmeisterschaft im Sprint vom TVN erhalten hatte. Ina und Claudia Vowe entschlossen sich dann auch noch kurzfristig zur Teilnahme.

Zwei Besonderheiten hat diese kleine, feine Veranstaltung: zwei Wechselzonen und nur einen einzigen Start, d.h. 200 Einzelstarter + max. 20 Staffeln rennen gleichzeitig nach dem Startsignal in's Wasser. Die Vorbereitung vor dem Start wird also etwas aufwendiger als üblich. Iin diesem Jahr war diese Veranstaltung durch die LM dann auch tatsächlich ausgebucht. Einige Triathleten hatten Glück, von der Warteliste noch kurzfristig nachrücken zu können. Da auch zwei Buxtehuder Athletinnen dazu gehörten, war unser Team letztendlich mit sieben weiblichen und zwei männlichen Teilnehmern (+ 1 TN bei den Jedermännern) am Start. Und es gab ein großes Hallo mit Karsten Lücke und Udo Zielke am Eingang der Wechselzone. Die beiden waren ebenfalls vor Ort als Wettkampfrichter im Einsatz. Vielen Dank dafür im Namen des Triathlon Teams!  

Die starke Beteiligung der Buxtehuder AthletInnen blieb dann auch nicht ohne Folgen, denn es konnten diverse Podest-Platzierungen in der LM-Wertung errungen werden (4 x AK-Platz 1, 3 x AK-Platz 2!):

17. Munsteraner Triathlon - Landesmeisterschaft Sprint (0,5/21/5 km)   20.07.2019

Pl. AK LM  AK      Pl. LM Name                               Verein     Zeit           Pl.ges.

1.               W20     1.         Tabea Fricke                    Hann. 96  01:05:20    1.

...

1.                W35    6.          Aenne Frederike Heins   BSV         01:11:44   7.

1.                W30    8.          Martine Moritz                 BSV        01:11:57   10.

1.                W45    14.        Maja Wenzlawe               BSV        01:19:51   21.

2.                W60    17.        Ingrid Plöger                   BSV        01:23:10   29.

4.                W55     18.       Ina Oltmanns                    BSV        01:25:55    33.

4.                W50     19.       Claudia Vowe                    BSV        01:28:50    36.

1.                W65    20.        Christa Sienknecht          BSV       01:32:47  43.

                             ...21                                                                                    ...56

Pl. AK LM  AK      Pl. LM  Name                                Verein     Zeit          Pl.ges.

1.               M35     1.          Sven Kiene                        Hann.       00:56:42   1.

...

2.                M35    3.           Wanja Moritz                   BSV        01:01:18  3.

2.                M60    18          Erhard Oltmanns             BSV       01:09:38  28.

                              ...38                                                                                  ...117

Details: https://www.trialogevent.de/

Bericht TVN: https://www.triathlon-niedersachsen.de/de/liga/landesmeisterschaft/item/gelungene-premiere-lm-sprint-in-munster.html

Übrigens: der älteste Teilnehmer der Landesmeisterschaft war Günter Witte von den 1. TCO Die Bären aus OL (Jahrgang 1934, d.h. MK85)!!!

Und die Landesmeisterschaft im Sprint für das Jahr 2020 wurde bereits bei der Siegerehrung durch den Verantwortlichen des TVN (Wolfgang Mangelsen) wiederum an Munster vergeben. Das spricht für die sehr gute Organisation und Abwicklung durch den Veranstalter.

Triathlon der VL am Kilimandscharo

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Am 29.06.2019 fuhren die Damen und Herren unserer Verbandsligamannschaften zum 18. Stadtsparkassen Triathlon nach Bokeloh. Für die VL war es der erste Start an diesem Standort (Tausch mit der Landesliga, die dafür in 2019 in Helmstedt antritt). Abfahrt war bereits frühzeitig um 7:00 Uhr, jedoch die Sorge vor Staus auf der A7 erfüllte sich diesmal nicht. Vor Ort blieb somit reichlich Zeit zur Inaugenscheinnahme der Wechselzone mit den Zu- und Abgängen für die einzelnen Disziplinen.

Wo liegt Bokeloh? Nach den selbstbewussten Worten des Ausrichters am Kilimandscharo. Ein etwas vager Vergleich für die benachbarten Kaliberge, aber das Ende 2018 stillgelegte Bergwerk sorgt weiterhin mit 27°C Wassertemperatur für Wellnessfeeling, was dann einige von uns auch etwas länger genossen. Die Bahnen-Belegungen waren mit bis zu acht Schwimmern okay (Absprache der Startreihenfolge vor dem Start macht Sinn!). Einige Wettkämpfer anderer Vereine hatten sich jedoch etwas überschätzt, so dass einzelne von uns plötzlich von Brustschwimmern aufgehalten wurden. Die Frauen und Männer unserer Teams legten die 700m Schwimmen in Zeiten von 12:49 bis 17:58 Minuten zurück.

Die Zweiteilung der Wechselzone in Radstellplatz mit Helm plus Radschuhen einerseits und Laufschuhen plus Sonstiges andererseits sorgte für reibungslose Wechsel und dank des neofreien Schwimmens kam jeder schnell aufs Rad.

Die Radstrecke in Form eines Lassos stellte, obwohl nur 21,2 km lang, mit drei kurzen aber knackigen Anstiegen gewisse Anforderungen an die Krafteinteilung. Anschließend galt die Aufmerksamkeit auf den Abfahrten den angekündigten Straßenschäden. Eine Sprühdose mit Signalfarbe hätte sich hier gelohnt. Die Strecke absolvierten aber alle unfallfrei mit Zeiten von 37:58 bis 50:34 Minuten.

Noch einmal durch die Wechselzone und schnell auf die Laufstrecke. Doch ganz so schnell ging es nicht. Zu Beginn der letzten Einheit (Verlassen des Freibadgeländes) waren zunächst 34 Treppenstufen zu überwinden. Hier zahlte sich das fleißige Skipping-Training von Andreas aus. Spätestens auf der schattenfreien Laufstrecke kam bei der Hitze an diesem Wettkampftag jeder ins Schwitzen. Doch mit den kräftigen Anfeuerungen der TeamkollegInnen und der Wasserversorgung war auch diese Herausforderung zu schaffen. Auf der etwas monotonen Strecke - viermal rechteckig um ein Kornfeld - bestand die Challenge im Übrigen darin, Schwenkgeschwindigkeit und -radius eines Rasensprinklers am Streckenrand mit dem eigenen Lauftempo so zu koordinieren, sodass man etwas von dem kühlenden Nass erhaschen konnte (was den meisten allerdings nicht gelungen ist ☹).

Nach 23:01 bis 33:35 Minuten für die 5,4 km Laufstrecke und 1:15:54 bis 1:39:10 für den gesamten Wettkampf erreichten alle Teammitglieder die Ziellinie. Die beste Tageszeit von uns und in seiner Altersklasse erreichte Erhard mit 1:15:54 (nach der Mitteldistanz in Uelzen eine Woche zuvor). Eine tolle Leistung!

In den Mannschaftswertungen erreichten die Damen Platz 11 von 12, die Herren Platz 18 von 28. Über die ersten zwei Wettkampftage errechnet sich für die Damen Platz 11/12 und für die Herren 13/28. Gemessen am Vorjahresendergebnis liegen die Herren damit gut im Rennen, was aber auch Ansporn für die kommenden Wettkämpfe sein dürfte. Bei den Damen gilt es sicher, die Position in der laufenden Saison noch zu verbessern.

Ergebnisse im Detail: https://portal.run-timing.de/349/results

Axel F.

Kurz - Kürzer - Team Relay Itzehoe

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Am Sonntag, den 23.06.2019 gingen Katha, Josi, Andrea und Lisa für das Damenteam und Fabian, Wanja, Floyd, Vincent und Marten für das Herrenteam in der Regionalliga an den Start und das jeweils gemeinsam als Staffel. Ein rasantes und neues Event stand auf dem Plan: 200m Schwimmen, 6km Radfahren, 2km Laufen und dann eine blitzschnelle Übergabe des Transponder an das nächste Teammitglied. Dieses unbekannte Format war für alle eine spannende Herausforderung. Nicht nur die ungewohnte Kürze und Schnelligkeit des Formats war neu, es durfte im Windschatten der MitstarterInnen gefahren werden. Es gab auch eine vierte Disziplin: Das lautstarke Anfeuern der Teammitglieder.   Dafür möchten wir uns auch bei den vielzähligen UnterstützerInnen bedanken. Unser Dank geht auch an den gesamten Verein, der uns u.a. durch das Stellen eines Trainers Vertrauen zeigt.   Insgesamt kamen die Damen auf den 8. Platz und die Herren auf den 19. Platz.   Nicht nur unsere Regionalligateams waren in Itzehoe vertreten, sondern auch viele weitere unserer Vereinsmitglieder nahmen an einem Sprint (Anne, Cordula, Johannes) oder einer Kurzdistanz (Maren, Ina, Claudia) erfolgreich teil.   Wir freuen uns auf das nächste Event mit euch!

Verbandliga startet in Braunschweig

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Bei gutem Wettkampfwetter startete die Verbandliga wieder in Braunschweig. Die Herren dieses Mal in dünner Besetzung mit nur vier Startern, während die Damen mit einem großen Team kamen. Erwähnenswert auch, weil selten, wir hatten dieses Mal drei Fans an der Strecke! Danke an Familie Voss und Leonie für die Unterstützung!

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Die durch die Hölle "gehen"

Ich möchte Euch hier von einer ganz besonderen Veranstaltung berichten, die für den Einen oder Anderen im nächsten Jahr interessant sein dürfte.
 
Die Hölle von Q (Quedlinburg)
 
Wir, Meike und Babs als Staffel sowie Olaf und Axel als Einzelstarter mit Support von Christian, waren letztes Wochenende im Harz, um diese besondere Mitteldistanz zu bestreiten. Bei der geht es darum, 2 km zu schwimmen, rund 34 km in Richtung Harz zu fahren um dann auf weiteren 50km drei Berge zu erklimmen (fahren) und dann schließlich 21km zurück nach Quedlinburg zu laufen.
Ein höllisches Vergnügen.
 

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Unser jüngstes Mitglied, Rimos Ünal - Jahrgang 2013, gewinnt den Nordseeman Duathlon in seiner Altersklasse. In 5:15 Minuten kam er nach 200m Laufen, 1km Radfahren und 200m Laufen zeitgleich mit dem 2.platzierten ins Ziel. Nachdem Rimos sich in Varel und Schwarme noch mit dem 2.Platz zufrieden geben musste, erkämpfte er sich erstmalig die höchste Stufe auf dem Treppchen.

Rimos hat dieses Jahr mit dem Triathlon Sport begonnen und neben seinen Erfolgen auch sichtlich viel Spaß dabei.

Ausserdem waren in Wilhelmshaven bei den Schülerwettkämpfen erfolgreich: Lasse Klensang Platz 3, Greta Lewerenz auf dem 7. Platz und Jette Schwarze Platz 8.

Bei der Jugend B siegte Sam Strohmeyer.

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Hallo, mein Name ist Sam und ich bin 13 Jahre alt. Den ein oder anderen von Euch bin ich durch meine Locken bekannt. Ich würde ja gerne sagen, durch meinen Laufstil bekannt, aber das würde zu sehr nach Angeben aussehen.

Ich mache jetzt seit 3 Jahren Triathlon im Triathlon Team Buxtehude. Das erste Jahr neben meinem damaligen Hauptsport -Kartfahren- nur etwas geschnuppert und dann zwei Jahre in der sogn. Schülerserie ganz ambitioniert. Wenn ich was mache, dann ganz und mit Leidenschaft. Das gilt übrigens nicht für die Schule!

Ich muss aber zugeben, dass ich hin und wieder von einer Profi Karriere im Triathlon träume und das eine Teilnahme bei Olympia oder auf Hawaii in meinen Gedanken sehr oft auftaucht. Aber das dauert sicherlich noch ein paar Jahre und ganz viel Trainingseinheiten.

Aber die Weichen sind gestellt und auf den Weg dahin steht die Deutsche Meisterschaft in diversen Kategorien. Für mich im ersten Jahr als Jugend B-Triathlet.

Nachdem ich im letzten Jahr in der Schülerserie Erster geworden bin, habe ich mich über den Winter um einen Platz im Kader des Niedersächsischen Triathlon Verband bemüht, und den ganzen Winter an jedem Samstag am Sportleistungszentrum in Hannover trainiert. Ganz gereicht hat es nicht, aber in den Perspektiv-Kader habe ich es geschafft, und durfte im April mit dem Kader ins Trainingslager nach Mallorca und vor drei Wochen nach Bispingen.

Trainiert ohne Ende und Wechsel geübt bis zum Erbrechen sollte jetzt alles bei der Deutschen Meisterschafft in Grimma eingesetzt werden. Teilnehmen und heil ins Ziel kommen war die Vorgabe von Trainer und Team-Kollegen, auch wenn in meinen Gedanken eine gute Platzierung hin und wieder vorkam.

Fast wäre meine Teilnahme aber in buchstäblich letzter Minute geplatzt. Kurz vor der Abfahrt nach Grimma am Donnerstag gab es richtig Ärger, weil ich mal wieder mein Zimmer nicht aufgeräumt habe. Da ist die Hutschnur geplatzt oder das Fass übergelaufen und lautstark wurde mir mitgeteilt, dass ich die Fahrt und Teilnahme knicken kann. Warum müssen Eltern eigentlich immer im genau falschen Moment so einen Ärger machen? Als sich die Wogen etwas geglättet hatten, wurde die Absage der Fahrt in eine allerletzte Warnung geändert. Warum denn nicht gleich so? Wenn ich jetzt mental aus der Spur bin und am Sonntag beim Wettkampf ab-loose, weiß ich ja, wer daran schuld ist.

Das Theater meiner Eltern hat etwas Verzögerung gebracht und wir sind am Donnerstag um 23:00Uhr in Grimma angekommen. Ich habe es auf den Stau geschoben und wollte den Kollegen nicht erklären, dass ich fast gar nicht gekommen wäre.

Am Freitag stand dann die Streckenbesichtigung mit dem Team und Trainer auf dem Programm und die Parade der Bundesländer. Und bei mir stand auf dem Programm, die Aufregung in den Griff zu kriegen. Die ganzen blöden Sprüche von wegen dabei sein und Hauptsache durchkommen helfen echt gar nicht. Wie soll ich jemals beim Bundestrainer überzeugen, wenn ich vorher bei Wettkämpfen nur durchkomme. Mein Leben und meine Karriere stehen auf dem Spiel und ihr faselt alle nur was von Erfahrung sammeln und dabei sein ist alles. Echt blöd und gar nicht hilfreich.

In der Nacht zum Samstag habe ich dann auch fast gar nicht geschlafen. Nicht nur die Aufregung, sondern auch die Hitze haben dazu beigetragen. Da der Wettkampf aber erst am Nachmittag war, konnte ich nach dem Frühstück noch versuchen, etwas zu chillen. Ich glaube dazu sagt man „die Ruhe vor dem Sturm“. Hat ganz gut funktioniert und als es dann losging vom Hotel zum Wettkampf, war ich auch etwas ruhiger.

Strahlende Sonne und 35°C für meine erste Teilnahme bei einer Deutschen Meisterschaft. So ungefähr muss sich Kona anfühlen. Da waren sie wieder die Gedanken und der selbst gemachte Druck.

Gestartet wurde die DM mit der weibl. Jugend B und ich hatte noch etwas Zeit. Von dem Wettkampf der Mädels habe ich überhaupt gar nichts mitbekommen. Bike einchecken und die Wechselzone vom Rad zum Laufen aufbauen, mussten erledigt werden. Aufwärmen und kurzes Einschwimmen im Fluss waren auch sehr hilfreich zur Ablenkung.

Und dann standen wir mit fast 80 Athleten vor dem Schwimmstart und haben gefühlt eine Stunde gewartet. Mein Vater meint es waren nur wenige Minuten, aber der meinte ja auch, dass mein Zimmer nicht aufgeräumt sei.

Los geht’s! Rein ins Wasser und an die Startlinie schwimmen. So weit wie möglich links soll die Strömung des Flusses am geringsten sein hat Udo - mein Trainer- gesagt. Wahrscheinlich nicht nur mir, sondern den anderen 80 hat er das auch verraten. Ganz links war es an der Startlinie schon sehr voll und ich habe mich etwas weiter rechts eingeordnet. Lange Zeit zum Überlegen hatte ich auch nicht, da ertönte schon das Startsignal.

Die Deutsche Meisterschaft in der Jugend B hat für mich alles andere als wie erwartet angefangen. Für einen Moment wusste ich nicht wie mir geschieht und wo oben und unten ist. Wie in einer Waschmaschine wurde ich im Feld der 80 Schwimmer umhergeschleudert. Überall nur Arme und Beine und das Wasser wie im Sturm vor Helgoland. Warum hat mir keiner gesagt, dass es nicht wie in der Schülerserie ruhig und gesittet vor sich geht. Jetzt verstand ich auch, was dieses dämliche nur durchkommen bedeutet.

Als ich gerade dachte, dass es etwas ruhiger wird, weil sich das Feld etwas auseinanderzog, habe ich einen heftigen Tritt oder Ellenbogen in die Seite bekommen. Mir blieb die Luft weg, und ich musste zunächst ein paar Brustzüge machen, bevor ich wieder atmen konnte. Der Schmerz blieb aber, und ich wurde mal eben fast bis zum Ende des Feldes durchgereicht.

Was soll’s? Meine Strategie sah eh vor, dass ich auf dem Rad mindestens eine Gruppe nach vorne fahre und dann in meiner Lieblingsdisziplin Laufen noch etwas rauslaufe.

Um das Glück beim Schwimmen noch zu vervollständigen, habe ich mich nochmal kurz in der Wechselzone verlaufen. Das sieht aber auch alles gleich aus, wenn man die Schwimmbrille abnimmt. Auf dem Rad hat es dann aber ganz gut funktioniert. Ich konnte mich gut nach vorne arbeiten. Ich spürte die Gier, die Gier nach Tempo in mir. OK, zugegeben, dass stammt von meinem Vater. Der ist Top Gun Fan. Ich habe keine Ahnung, was oder wer Top Gun oder Tom Cruise ist. Hört sich aber gut an.

Da dachte ich auf dem Rad „OK jetzt läuft es und ich rolle das Feld von hinten auf“. Rein in die Wechselzone und in die Laufschuhe. Der Wechsel lief wirklich super, und ich war in null Komma nichts auf der Laufstrecke. Leider hielt dieser Eindruck und Freude an der Lieblingsdisziplin nicht lange. Einmal rechts in die nächste Gasse habe ich dann einen Kerl mit einem Hammer getroffen. Die Schmerzen vom Tritt im Wasser waren plötzlich wieder da. Nur noch heftiger. Ich habe kaum noch Luft bekommen und meine Beine fühlten sich wie Betonklötze an und es fühlte sich an, als wenn ich Papas Van abschleppe.

Durch die vielen Teamkollegen, Trainer und Eltern an der Strecke habe ich durchgehalten. Überall stand irgendjemand der gebrüllt hat „los Sam“ oder „hol sie Dir“. Bei dem Gebrüll und Anfeuern habe ich fast die Schmerzen vergessen. Auf keinen Fall kam es mir in den Sinn, einfach stehenzubleiben und aufzuhören. An dieser Stelle vielen Dank an alle an der Strecke, die mich angefeuert haben.

Am Ende hat es noch zu einen 49. Platz gereicht. Definitiv nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Aber eben jede Menge von den Erfahrungen, die ich sammeln sollte. Ein paar weniger Erfahrungen und ein paar Plätze weiter vorne wären schon besser gewesen. Aber was soll's. Jetzt kann ich wenigstens mitreden, was es heißt an einer Deutschen Meisterschaft teilgenommen zu haben.

Den Rest des Tages habe ich meine Team-Kollegen angefeuert. Bei den meisten lief es sehr gut und deutlich besser als bei mir. Hat sich zumindest mein Anfeuern gelohnt.

Irgendwann später am Abend und bei der Pasta Party mit dem Team gab es dann für mich den Höhepunkt und maximalen Erfolg des gesamten Wochenendes. Anscheinend war es doch ernst gemeint vom Trainer-Team, dass Durch-, und Ankommen schon ein Erfolg ist. Andre und Udo waren von den Leistungen des gesamten Teams begeistert und wir vier Perspektivathleten haben die Beförderung in den Kader des Triathlon Verbandes Niedersachsen erhalten.

Eigentlich möchte ich gerne schreiben „Champagner, darauf müssen wir anstoßen“. Aber ich bin ja erst 13.

Liebe Grüße

Sam

Regionalliga Schwerin

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Ich rolle in aller Ruhe am See entlang zum Schweriner Schloss, dem Start des 3. Wettkampfes der Regionalliga. Noch bin ich nicht aufgeregt, noch kann ich die Sicht auf das Schloss und den Schlossgarten genießen. Die Umgebung (bis auf das Kopfsteinpflaster, aber dazu später mehr) ist wirklich schön und allein schon die Reise wert.

Es folgt das übliche Prozedere: Fabian und Andrea suchen, die als Teamleiter die Startunterlagen abgeholt hatten und ohnehin immer die organisiertesten sind, die Ausschreibung fast auswendig kennen und somit alle aufkommenden Fragen beantworten können. Noch eben die Wechselzone einrichten und dann schnell wieder in den Schatten der großen, historischen Gebäude, den das Zentrum des Geschehens rahmen.

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Bei bestem Wetter hat sich das Herrenteam der Landesliga auf den langen Weg nach Peine gemacht. Der Treffpunkt war für 8:30 Uhr vor Ort ausgemacht – ungewöhnlich bei einem Start um 11:40 Uhr, aber bei zwei Wechselzonen und der dahinterstehenden Organisation verständlich. Also saßen wir gegen 6:00 Uhr im Auto und machten uns auf den Weg.

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