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PRESSE-ECHO: Die Debütanten wollen mehr - Buxtehuder Tageblatt 14.6.2016

BUXTEHUDE. Der erste Triathlon steckt den Debütanten zwar in den Knochen. Aber irgendwie ist jeder der Five4Tri-Kandidaten angefixt. Nach dem Stadtpark-Triathlon in Hamburg schmieden sie schon Pläne, was auf das erfolgreich abgeschlossene Projekt folgen kann.

Von Jan Bröhan

Zwölf Wochen lang haben die fünf Five4Tri-Kandidaten mit den Triathleten des Buxtehuder SV trainiert. Ziel war es, die Sprintdistanz beim Hamburger Stadtpark-Triathlon zu meistern. Ich, TAGEBLATT-Sportredakteur Jan Bröhan war aktiv dabei und berichtete regelmäßig. Nun endete das Projekt (siehe Infokasten). Und dies erfolgreich. Alle Five4Tri-Kandidaten sind am Sonntag ins Ziel gekommen, sogar mit recht passablen Zeiten. Denn zwölf Wochen sind für eher untrainierte, sporadisch aktive Hobbysportler nicht gerade viel Zeit.

Der Wettkampf war eine interessante Erfahrung. Erstens haben wir, die Five4Tri-Kandidaten, das erste Mal alle drei Disziplinen am Stück absolviert. Die Trainingseinheiten sahen höchsten mal vor, Laufen und Radfahren oder Schwimmen und Laufen zu kombinieren. Entsprechend war die Aufregung vor dem Triathlon.

Gleich heftig wurde es beim Schwimmen. Vor der ersten Disziplin hatte ich sowieso schon am meisten Respekt, weil es mangels Trainings meine schwächste Disziplin ist. Ich wollte also nur meinen Rhythmus finden und die 500 Meter mit wenig Kraftverschleiß hinter mich bringen. Doch ich startete zu eifrig und steckte schon vor der ersten Boje inmitten des Pulks. Austretende Beine, um sich schlagende Arme, Karambolage. Einmal zog mir einer sogar am Bein. Mit umsichtigem Brustschwimmen kam ich letztlich aber in guten neun Minuten ans sichere Ufer. In der Wechselzone vergeudete ich ein wenig Zeit mit dem Trocknen und Säubern meiner Füße. Dann ging’s aufs Trekkingbike. Während der 20 Kilometer schwankten meine Geschwindigkeiten zwischen 26 und 36 km/h. Gegenüber den Triathleten auf ihren Rennrädern war ich eher am Tuckern. 41 Minuten brauchte ich. Dann ging’s auf die Fünf-Kilometer-Laufrunde durch den Stadtpark. Wie immer hatte ich auf den ersten drei Kilometern mit Seitenstichen zu kämpfen. Auf den letzten zwei Kilometern bekam ich eine zweite Luft und erhöhte das Tempo. Ein ganz ungewohntes Gefühl. Nach 26 Minuten wurde ich als „Iron Jan“ im Ziel begrüßt. Insgesamt brauchte ich 1,21 Stunden. Ich war zufrieden. Und erschöpft. Ein gutes Gefühl.

So erging es allen Five4Tri-Kandidaten. Am Abend luden die Triathtleten des BSV zum Grillen ein ins Buxtehuder Freibad. Die erfolgreichen Debütanten bedankten sich für die Unterstützung. Die Initiatoren freuten sich über das Gelingen des Projekts. Oliver Kirsch wird den Triathleten sehr wahrscheinlich beitreten. Petra Engelken und Jenny Henke möchten weiter Triathlon machen. Jan Poppe und Susan Henriksen haben gemerkt, dass drei Disziplinen zeitlich für sie schwierig sind, werden aber sportlich aktiv bleiben.

Die Five4Tri-Gruppe löst sich jetzt nicht einfach auf – hat schon das nächste Ziel: den Zehn-Kilometer-Lauf beim Buxtehuder Altstadtlauf. Ich bin auch dabei. Ich will nämlich die Olympische Distanz in Angriff nehmen. Da muss man am Ende zehn Kilometer laufen. Wie gesagt, irgendwie sind alle ein bisschen angefixt.