Richtig aufgeregt ist Jenny Henke. Die 39-jährige Harsefelderin hat im TAGEBLATT von dem Five4Tri-Projekt gelesen und sofort gedacht: da mache ich mit. Ihr Mann Volker zeigte ihr ebenso spontan den Vogel, erzählt Jenny Henke und lacht. Nun motiviert er sie und spricht ihr Mut zu. Denn: Jenny Henke hatte nach dem Lesen des Zeitungsberichts sogleich ihre Bewerbung geschrieben, dann aber ob ihrer Spontanität ein mulmiges Gefühl bekommen und entschieden, erst mal eine Nacht darüber zu schlafen. Die Bewerbung blieb so zwei Wochen liegen. „Ich hatte Schiss zu versagen“, gibt Jenny Henke lächelnd zu. Am letzten Tag der Anmeldefrist schickte sie ihre Bewerbung ab. „Ich wollte mir nicht nachsagen lassen, dass ich mich nicht getraut habe“, sagt Jenny Henke. Dass sie dann ausgewählt wurde, überraschte sie. „Jetzt habe ich ein ganz mulmiges Gefühl im Magen“, sagt sie, ähnlich wie beim ersten Mal Verliebtsein, nur unangenehmer. Jenny Henke lacht sympathisch.

Sie passt perfekt in das Anforderungsprofil für das Five4Tri-Projekt. Die Buxtehuder Triathleten wollen dokumentieren, dass durchschnittliche Hobbysportler mit unterschiedlichsten Fitnesszuständen in zwölf Wochen fit gemacht werden können für einen Triathlon. Jenny Henke hat vor fünf Jahren mit dem Rauchen aufgehört. Danach hat sie zugenommen. Sie joggt und schwimmt sporadisch. Alles in ihrem eigenem Tempo. „Wenn’s anstrengend wird, hör’ ich auf“, sagt sie. Kürzlich hat sie sich aufs Rad gesetzt, mal ausprobieren, wie viel 20 Kilometer sind. „Nach zehn hab’ ich aufgehört.“

Jenny Henke setzt viel auf die Betreuung durch das Triathlon Team Buxtehude. Das betonen alle Teilnehmer gleichermaßen. Sie sind gespannt auf die medizinische Untersuchung, auf die Leistungsdiagnostik, auf die Trainingsmethoden. Alle freuen sich auf das Kennenlernen am kommenden Freitag. „Wir werden uns auch gegenseitig motivieren“, sagt Jan Poppe. Das hoffen alle.

Jan Poppe geht „ganz unbeleckt“ in das Projekt. Der 45-jährige Buxtehuder möchte seine Fitness verbessern, möchte strukturiert das Training durchziehen, sich dafür die Zeit schaffen. „Das wird Spaß machen, wir verfolgen gemeinsam ein Ziel“, sagt er, der „Schreibtischtäter“. Sich nicht in der Komfortzone gemütlich einrichten, darum geht es auch Petra Engelken. In ihrem Leben verändert sich seit Kurzem einiges. Sie sucht die Herausforderung, möchte das Gefühl haben, eigene Grenzen zu überschreiten. Im vergangenen Jahr hat die Staderin entgegen ihrer Höhenangst einen Fallschirmsprung gemacht. Die Triathlon-Dokumentation „Wechselzeiten“ hat die 46-Jährige animiert. „Das kann man schaffen, auch in dem Alter“, sagt sie. Ebenso greift Oliver Kirsch an. Er, der vor zehn Jahren ein Marathon gelaufen ist, hat kürzlich wieder angefangen zu laufen. Kleine Distanzen. Er und ein Kreis von Arbeitskollegen motivieren sich gegenseitig über eine App. Oliver Kirsch hat sich gerade ein Rennrad gekauft, das steht noch im Lieferkarton. Wie Jan Poppe ist auch Oliver Kirsch sehr am Schwimmen interessiert, der Respekt vor der Anstrengung ist groß bei beiden.

Susan Henriksen war früher richtig sportlich unterwegs. Sie hat in allen drei Disziplinen ihre Erfahrung. Heute schafft es die berufstätige Mutter von drei Kindern zeitlich, nur noch kleine Runden zu laufen. Die 37-Jährige weiß, dass ihre Technik nicht die beste ist und freut sich auf professionelle Anleitungen.

Und ich, Jan Bröhan? Mir graut vorm Laufen. Meine Lunge brennt nach 20 Minuten. Das wird hart. 500 Meter am Stück bin ich noch nie geschwommen. Wie schon erwähnt, war ich das letzte Mal in einem Schwimmbecken bei der Seepferdchen-Abnahme. Wie die anderen bin ich gespannt auf das professionelle Paket. Mal schauen was mein Lungenvolumen sagt beim Medizincheck. Ich neige beim Sport zu falschem Ehrgeiz, bin aber meistens Verlierer gegen meinen inneren Schweinehund. Das Training wird eine Herausforderung. Viel Spaß also bei den Erlebnisberichten. Schadenfreude ist ja...

Five4Tri – Das Triathlon-Projekt

Das Triathlon Team Buxtehude hatte unter zahlreichen Bewerbern die Qual der Wahl. Fünf unterschiedliche Typen von Hobbysportlern sollen innerhalb von zwölf Wochen zu Triathleten geformt werden. Ziel ist die Teilnahme am Stadtpark-Triathlon in Hamburg über die Volksdistanz Anfang Juni. Medizincheck, Leistungsdiagnostik, individueller Trainingsplan, professionelle Übungseinheiten unter Anleitung – und das TAGEBLATT ist auf dem Weg dabei. Sportreporter Jan Bröhan quält sich mit.

 

Jenny Henke aus Harsefeld, 39 Jahre alt, 1,76 Meter groß, zur Waage hat sie kein gutes Verhältnis, sagt sie und lacht. Die Mutter einer Tochter arbeitet im Buxtehuder Aquarella und zieht ab und zu gemütlich ihre Bahnen in dem Schwimmbad. Sporadisch joggt sie in ihrem ganz eigenen Tempo. Von den drei Disziplinen wird ihr das Schwimmen am leichtesten fallen und das Laufen am schwersten. Ihr Laster: gern essen.

 

 

Jan Poppe aus Buxtehude, 45 Jahre alt, 1,68 Meter groß und 78 Kilo schwer. Der Bänker und vierfache Vater versucht ein, zwei Mal in der Woche fünf Kilometer zu joggen. Vor Jahren schaffte er auch die 25 Kilometer. Von den drei Disziplinen wird ihm das Laufen am leichtesten fallen und das Schwimmen am schwersten. Sein Laster: Am Abend gemütlich essen und ein Gläschen Wein genießen. 

 

 

 

Petra Engelken aus Stade, 46 Jahre alt, 1,64 Meter groß und 66 Kilo schwer. Die Bankangestellte und zweifache Mutter fährt im Sommer intensiv Rad und sie joggt sporadisch. Bis zu ihrer Ausbildung vor mehr als 25 Jahren war sie viel gelaufen. Von den drei Disziplinen wird ihr das Radfahren am leichtesten fallen und das Schwimmen am schwersten. Ihr Laster: das Glas Wein am Abend.

 

 

 

 

Oliver Kirsch, 43 Jahre alt, 1,83 Meter groß und 93 Kilo schwer. Der Airbusangestellte hatte sich für 2017 eh Triathlon-Training vorgenommen. Er hat kürzlich wieder mit dem Laufen begonnen und hat sich gerade ein Rennrad gekauft. Von den drei Disziplinen wird ihm das Laufen am leichtesten fallen und das Schwimmen am schwersten. Er ist derzeit lasterlos, sagt er, weil er seine Ernährung umgestellt hat. Früher mal Süßigkeiten. 

 

 

Susan Henriksen, 37 Jahre alt, 1,65 Meter groß und 58 Kilo schwer. Die Diplom-Ingenieurin von der Hochschule 21 und dreifache Mutter ist in ihrer Kindheit Mountainbike gefahren und schwamm früher auch. Laufen schafft sie heute zeitlich am besten. Von den drei Disziplinen wird ihr das Laufen so auch am leichtesten fallen und das Radfahren am schwersten. Ihr Laster: von Süßigkeiten kann sie nicht lassen. 

 

 

 

Jan Bröhan, 40 Jahre alt, 1,90 Meter groß und 82 Kilo schwer. Der TAGEBLATT-Sportredakteur surft im Urlaub. Seit zwei Jahren liebt er sein Mountainbike, kommt aber zu selten in den Genuss, sich durch die Fischbeker Heide zu quälen. Von den drei Disziplinen wird ihm das Radfahren am leichtesten fallen und das Laufen am schwersten, er hasst es. Sein Laster: Rauchen, viel zu viel. Rotwein mag er auch.

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