• Buxtehuder Tageblatt

Ironman führt die Lokalmatadoren an ihre Grenzen

HAWAII. Der Buxtehuder Peter Uhl brauchte für die Triathlon-Langdistanz beim Ironman auf Hawaii elf Stunden. Der Drochterser Stefan Mahler war sogar schneller. Die Lokalmatadoren berichten von einem Kampf gegen sich selbst. 

Peter Uhl (55) kann sich diesen Spruch am Tag nach dem Ironman auf Hawaii nicht verkneifen: „Ich bin den Marathon übrigens schneller gelaufen als Jan Frodeno.“ Der Buxtehuder absolvierte die 42,195 Kilometer in 3:48,16 Stunden und war damit über zehn Minuten schneller als der Ironman-Weltmeister von 2015 und 2016, der sich am Wochenende mit Rückenschmerzen ins Ziel quälte. Für die gesamte Langdistanz brauchte war Peter Uhl 11:00,49 Stunden (Platz 1039). Frodeno war anderthalb Stunden schneller.

Stefan Mahler (45) aus Drochtersen konnte sich nach 10:55,23 Stunden den 977. von 2364 Plätzen beim Ironman auf Hawaii sichern. „Das ist kein Triathlon wie jeder andere“, sagt Mahler, „ich habe elf Stunden lang jeden Kilometer verflucht und auch geliebt.“ Schon der Massenstart im Wasser sei ein „Hauen und Stechen“ gewesen. „Ich habe nie einen Schwimmrhythmus gefunden, sondern nur auf die Nuss bekommen.“ Wind und Hitze machten ihm beim Radfahren zu schaffen. Immerhin gab es dabei einige angenehme Abfahrten. Und beim Laufen nahm Mahler nahezu jede Wasserstation mit, um kurz stehenzubleiben und sich abzukühlen – alle zwei Kilometer. „Es war ein Kampf mit mir selber, aber ich wusste, dass ich es schaffe.“ Kurz vor dem Zieleinlauf platzte noch eine Blase am Fuß. „Egal, Hauptsache geschafft“, sagt Stefan Mahler, „ich bin vor Glück im Ziel umgekippt.“

Auch Peter Uhl legte allein Wert aufs Ankommen. „Meine Strategie war defensiv auf sicheres Finishen angelegt.“ Im Nachhinein sagt er, dass er mit der Zeit nach 3,86 Kilometern Schwimmen (1:17,52 Stunden) zufrieden gewesen sei. Die 180 Kilometer mit dem Rad fuhr Uhl in knapp sechs Stunden. „Das lief besser als erwartet.“ Die Laufstrecke durch die Lavafelder hat der Buxtehuder von der Umgebung her als langweilig empfunden, aber auch als „thermisch heftig“. Nach dem Triathlon berichtet Uhl, dass es ihm gut gehe. „Nur die Oberschenkel haben ziemlich gelitten.“

 

„You’re an Ironman!“

 

Wovon Peter Uhl als auch Stefan Mahler berichten, ist die Gänsehaut beim Zieleinlauf und der Ansage: „Peter, you’re an Ironman!“ – „Stefan, you’re an Ironman!“

 

Nun erholen sich die beiden Lokalmatadoren einige Tage auf der Pazifikinsel.

 Von Tim Scholz

 

 

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